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empfehlen wir Ihnen folgendes Buch unserer Mitarbeiterin Ulrike Schneck sowie den 3. Versorgungsbericht der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlingen und Folteropfer (BafF)

 

Psychosoziale Beratung und therapeutische Begleitung von traumatisierten Flüchtlingen

Traumatisierende Erlebnisse, außergewöhnliche Belastungen, fortgesetztes Leid und ungewisse Zukunftsaussichten belasten viele Asylsuchende. Das Buch zeigt, welchen besonderen Bedingungen die psychosoziale Beratung, Diagnostik und Therapie von Menschen mit Gewalt-, Kriegs-, Flucht- oder Foltererfahrungen in der Praxis unterliegt. Es stellt eine praktische Handreichung für alle dar, die mit Flüchtlingen arbeiten und Traumafolgen im Kontext fluchtspezifischer Belastungsfaktoren gerecht werden wollen.

Viele vor dem Krieg Geflohene haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht Schreckliches erlebt. Circa 40 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland machen mehrfach traumatisierende Erfahrungen. Das Buch hilft Beratern und Begleitern, belastete Migranten und ihre Familien unter extrem instabilen Bedingungen zu stabilisieren.

Auch die Helfenden werden in den Blick genommen: Wie können sie das Schreckliche mit aushalten? Wie erkennt und respektiert man eigene Grenzen? Muss man eigene kulturelle Selbstverständlichkeiten hinterfragen? Wie nutze ich Netzwerke? Neben systemischen Überlegungen zur notwendigen Versorgungsstruktur, zu divergenten Heilungskonzepten u.Ä. enthält das Buch hilfreiche Hinweise zum dolmetschergestützten Arbeiten.

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3. Versorgungsbericht zur psychosozialen Versorgung von Geflüchteten

Die BAfF und ihre Mitgliedszentren erheben jedes Jahr Daten zur Versorgungssituation von Flüchtlingen und Folteropfern in Deutschland und veröffentlichen sie in einem umfassenden Versorgungsbericht. Dieser Versorgungsbericht liegt nun in einer 3. aktualisierten Auflage vor: direkt zum Download | 8MB.

Der Bericht geht der Frage nach, inwieweit es für Geflüchtete, die mit psychischen Belastungen kämpfen, auf dem Versorgungsgebiet der BRD bedarfsgerechte Behandlungsangebote gibt. Er fasst Befunde zum Versorgungsbedarf traumatisierter Geflüchteter zusammen und legt dar, welche Versorgungs- und Rehabilitationsleistungen Geflüchteten formal nach Vorgaben internationaler Konventionen und EU-Richtlinien zustehen. Er gibt einen aktuellen Einblick in die Rechtsgrundlagen, auf deren Basis diese völker- und europarechtlichen Verpflichtungen in Deutschland eingelöst werden können.

Im empirischen Teil des Berichts werden die Versorgungsstrukturen vorgestellt, die aktuell für Geflüchtete existieren. Anhand der Ergebnisse einer Datenerhebung zur Versorgungssituation von Geflüchteten in den Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer wird überprüft, inwieweit Versorgungsangebote für Geflüchtete verfügbar, zugänglich und tatsächlich erreichbar sind. Zentrale Versorgungsdefizite aber auch Modelle „guter Praxis“ werden beschrieben und mit Fallbeispielen aus der Versorgungspraxis veranschaulicht. Der Bericht schließt mit einer Zusammenschau der Ergebnisse im Kontext der aktuellen politischen Diskurse und Entwicklungen und leitet Empfehlungen für gesundheits- und sozialpolitische Interventionen ab, die aus den Analysen zur Versorgungssituation folgen sollten.